Protokollbuch BB Band 25

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Protokoll vom 29. Juni 2025 "BESUCH EINES NAMENSVETTERS AM RHEIN"

Bruno bekommt Besuch

Welch ein Fest,  zur Finissage der internationalen Kunstschau "PaperWorks" kam Thomas Liebermann mit seiner BMW Maschine aus dem Baujahr 1950 in die "Heilige Halle"  - Foto: Ivo beim Ausparken, Manfred gibt Kommando.

Bruno Bentley zu Besuch in Königswinter

Foto: Haus Felseneck und die Burgruine Drachenfels in Königswinter (Foto vom Rheinufer aus in der Nähe des einstigen Prachtschlosses des Exzentrikers Paul Spinat)
Bild unten: mit der modernsten Rheinfähre kam Bruno Bentley umjubelt nach Königswinter. Sofort ging es ins Cafè Bruno in der Drachenfelsstraße Nr. 15

Datum: 29. Juni 2025 Ort: Königswinter

Nächste Ermittlungen von Bruno Bentley führten an den Rhein

Mit gespitztem Bleistift, Notizbuch und einer Prise Neugier hat sich Bruno Bentley, der elegante Ermittler mit dem Hang zum Absurden und Poetischen, erneut auf Namenssuche zum Thema "Bruno" begeben. Diesmal führte ihn sein Weg ins malerische Königswinter, genauer gesagt in die Drachenfelsstraße – dorthin, wo Fantasie und Vanille aufeinandertreffen: ins Eiscafé Bruno im Schatten des Sakralbaus St. Remigius

„Sometimes a name is not just a name – it’s a story in disguise.“

Mit federleichter Feder und geschärftem Blick für das Skurrile hatte sich Bruno Bentley wieder aufgemacht – diesmal nicht zur Lösung eines Falles, sondern zur Lösung eines Rätsels: Wo in der Welt lauern noch Brunos?  Seine jüngste Expedition führte ihn am 29. Juni 2025 nach Königswinter – und was er dort entdeckte, war ein Fest für alle Sinne und Sinne für das Feste.


Café Bruno – wo Namen schmelzen und Gedanken fliegen lernen

Im Schatten von St. Remigius, dort wo die Drachenfelsstraße nicht nur Aussicht, sondern auch Einsicht verspricht, stolperte Bruno Bentley über ein Eiscafé, das seinen Namen trägt: BRUNO. Zufall? Schicksal? Oder eine geheime Botschaft aus der Welt der Aromen?

Empfangen von Francesca und Bruno Napol – ein kongeniales Duo mit Spatel, Charme und Schalk – betrat er einen Ort, an dem Vanillepoesie auf Tiramisutraffic trifft. Die Speisekarte? Ein Manifest des kulinarischen Surrealismus. Das "Rumpsteak" ist aus Schokolade, die „Spaghetti Carbonara“ tanzt in Nusscreme, und alles ist Eis. Nichts ist, wie es scheint – und genau das ist Programm.

> "I investigate names the way others investigate crimes – with intuition, charm and a spoonful of madness."> – Bruno Bentley, bei einem Löffel Eraclea-Eis

Ermittlungen unter Sahnehauben

Zwischen schokoladenverschmierten Kindergesichtern und dem Aroma von heißer Schokolade beginnt Bruno, das Café zu durchleuchten wie ein Kunstwerk: Es ist Bühne, Archiv und Spielplatz zugleich. Während Francesca aus dem Nähkästchen plaudert und Bruno Napol mit der Präzision eines Bildhauers neue Geschmacksskulpturen schöpft, schreibt sich eine Erkenntnis in sein Notizbuch:

> "A good café is like a diary – full of shared memories, written in coffee stains and melted scoops."

Von der Eistheke zur Kunstfläche

Nach dem letzten Espresso (ein stilles Gedicht in Porzellan) zog es Brunp Bentley weiter rheinabwärts – zur Ausstellung „wet painting – Kunst live erleben“. Dort, wo einst Sealife thronte, tanzt nun Farbe im Takt des Windes. Bilder entstehen im Freien, ohne Netz, doppelten Boden oder Rahmenprogramm. Es ist die logische Fortsetzung seines Genusses: nach der kulinarischen Täuschung nun die malerische Wahrheit.

> „Art is like ice cream – both are fleeting, both are essential.“> – B.B., die Brille beschlagen, der Blick geschärft


 

Ein Zwischenstopp bei Seelenverwandten 

Noch bevor er ins Café einkehrte, passierte Bruno Bentley das ehemalige Schloss Drachenburg, einst das exzentrische Reich von Paul Spinat – ein Seelenverwandter auf Augenhöhe. 

Auch am Haus Felseneck (unser Foto) kam er vorbei – ein steinernes Gedicht am Hang. Und von dort aus stieg er auf eine der modernsten Rheinfähren (unser Foto), die seinen würdevollen Körper mit leiser Eleganz über den Rhein bewegte. 

Doch Bruno fuhr nicht einfach nur über den Fluss – er fuhr hin und her, wieder und wieder, um das Gefühl des Niedrigwassers im Rhein mit allen Poren zu begreifen. Kein nautisches Ziel, sondern eine poetische Geste: dem Fluss zuhören, während er leiser fließt. 


 

Protokoll:


„I investigate names the way others investigate crimes – with intuition, charm and a spoonful of madness.“ 

Schon beim ersten Blick auf die kunstvoll gestalteten Speisekarten im CAFÈ BRUNO fühlte sich Bruno Bentley in seinem Verdacht bestätigt: Dies ist kein gewöhnliches Eiscafé. Zwischen Spaghetti Carbonara in Nussbraun und dem süßen „Rumpsteak“ erkennt der Ermittler eine Form von Augenzwinkern, die ihn sofort für sich einnimmt. Alles ist hier Eis – auch wenn es täuschend anders aussieht. 

Ein warmer Duft von hausgemachtem Tiramisu durchzieht den Raum,  Bruno Bentley :

 „This is no mere café – this is edible theatre.“ 


Eine Reise durch Generationen 

Während sich draußen die Nachmittagssonne auf die grünen Sonnenschirme legt, führt Francesca Napol durch den Tagesablauf eines Hauses, das längst zum gesellschaftlichen Mittelpunkt geworden ist. Morgens kommen die Senioren zum Plausch, nachmittags stürmen Kinder mit schokoladenverschmierten Fingern die Theke, abends sitzen Vereine in der eigens angemieteten Lounge und planen die nächste Drachenbootregatta oder den Kindergeburtstag. 

„Viele unserer Gäste sind mit uns groß geworden“, erzählt Francesca. „Heute kommen sie mit ihren eigenen Kindern – das ist ein schönes Gefühl.“ 

Bruno Bentley nachdenklich:
 „A good café is like a diary – full of shared memories, written in coffee stains and melted scoops.“ 


Die kreative Zentrale am Rhein an der Grenze zu Rheinland Pfalz 

Hinter all den Eissorten – klassisch, mutig, verspielt – steht Bruno Napol selbst. Seine Frau lächelt: „Da mischt sich keiner ein. Das ist seine Welt.“ Der Eiskünstler greift lieber zur Schöpfkelle als zum Rezeptbuch, experimentiert mit Schokolade, Sahne und Früchten, als wären es Farben auf einer Leinwand. 

„Imagination is not a luxury – it’s the only ingredient that never melts.“, murmelt Bruno Bentley, während er das Eraclea-Eis – eine Komposition aus heißer Schokolade und kühler Sinnlichkeit – probiert und in Verzückung gerät. 


Der perfekte Ort zum Untertauchen 

Nicht nur die Königswinteraner schätzen das kleine Paradies unter den grünen Schirmen, auch Gäste aus Köln, Bonn oder dem Bergischen finden regelmäßig ihren Weg hierher. Kein Wunder: Mit 50 Innen- und 40 Außenplätzen, autofreiem Zugang und Rheinblick ist das Café ein Fluchtpunkt für Genießer. 

„In a world full of noise, this place whispers in flavor.“, notiert Bruno Bentley in sein Notizbuch – er hat unmittelbar auf dem Rathausplatz einen schattigen Behördenparkplatz zugewiesen bekommen – der rote Teppich wurde ausgerollt. 


Bruno der Namensvetter, der mehr als nur Eis komponiert und verkauft 

Der Besuch endet wie so viele gelungene Ermittlungen: mit einem Lächeln, einem Espresso und der Gewissheit, dass hinter dem Namen Café Bruno mehr steckt als ein bloßes Etikett. Es ist ein Versprechen – auf Geschmack, auf Erinnerung, auf einen Ort, an dem Fantasie ganz selbstverständlich zum Alltag gehört. 

„I came looking for a name, and found a universe instead.“ 


Nach dem Eis – Kunst live erleben 


Danach noch nicht genug habend vom fantasievollen Erleben, ging es  weiter Richtung Rhein: In der Rheinallee 8 (ehemals Sealife) läuft ja die aktuelle Ausstellung „19. wet painting – KUNST LIVE ERLEBEN“. Hier kann man herausragende Malerei bestaunen, die unter freiem Himmel direkt am Fluss entstanden ist – ein sinnliches Pendant zum Eisgenuss. Am 6. Juli 2025 werden die Werke in einer öffentlichen Auktion versteigert. 

Bruno Bentley’s Resümee: 

„Art is like ice cream – both are fleeting, both are essential.“

Unterschrift: Bruno Bentley 
Ermittler für das Unwahrscheinliche, Botschafter der Gelassenheit



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Datum:  1. Juni 2025 Ort: Mülheim an der Ruhr – Innenstadt, Ruhrtal, Villa Artis Wetterlage: milde Sommerbrise, leicht melancholisch Zeugen: Pinsel, Projektoren, poetische Spaziergänger

Beobachtung Nr. 1 – Die Vielfalt:
Die Mülheimer Kunstszene zeigt sich farbenfroh und vielgestaltig. Vom klassischen Ausstellungshaus über Off-Spaces bis hin zu performativen Installationen im Park – hier spricht jede Ecke ihre eigene Sprache. Ich vernahm Stimmen aus Keramikkellern, Tuschzeichnungen auf Straßenlaternen, Klanginstallationen zwischen Bäumen.
Bewertung: Ein inspirierender Flickenteppich – bunt, aber nicht zerrissen. Viel Potenzial zur Synergie.

Beobachtung Nr. 2 – Der Mut zur Lücke:
So manche Kunststätte wirkt verwaist. Fördergelder tropfen eher als sie fließen. Mitarbeiter wohnen meist weit weg in anderen Städten.  Zwischen den offiziellen Kanälen und den freien Köpfen gibt es manchmal mehr Funkstille als Funkeln. Künstlerinnen und Künstler berichten mir von fehlender Sichtbarkeit und müden Strukturen - wo ist das Herzblut?
Bewertung: Der Funke ist da – aber man zögert manchmal, ihn ins Feuer zu werfen.

Beobachtung Nr. 3 – Die Orte der Magie:
Besonders im Ruhrtal – wo Natur und Stadt sich umarmen – geschieht oft das Unerwartete. Pop-up-Ausstellungen im Grünen, Lesungen auf Booten, Kreidekunst an Uferwegen, Brillianz in der Freilichtbühne und im Theater an der Ruhr. Hier wird Kunst nicht ausgestellt, sondern ausgestreut – wie Samen, die irgendwann aufgehen.
Bewertung: Poesie mit Auslauf. Charmant chaotisch. Ein bisschen Magie wohnt immer mit.

Beobachtung Nr. 4 – Das Amt für weiterbildende Fantasie:
Ein Lichtblick und Unruheherd in einem. Mit mir, Bruno Bentley, als rollendem Resonanzkörper ist es gelungen, Barrieren zu senken. Wer bei mir einsteigt, steigt anders wieder aus. Das Gespräch kehrt zurück. Die Vorstellungskraft wird rehabilitiert.
Bewertung: Imaginative Intervention gelungen. Die Realität beginnt zu schwanken. Ein guter Anfang.

Fazit des Ermittlers von heute:
Die Kunstszene in Mülheim ist wie ein ungestrichener Altbau: voller Charakter, ein paar Risse im Putz, aber mit Potential für Glanz. Es fehlt nicht an Talent oder Ideen – eher an Mut zur Verknüpfung und einem offenen Ohr von Seiten der Stadtpolitik.
Empfehlung: Weiter ermitteln. Weiter zuhören. Weiter überraschen.

Unterschrift: Bruno Bentley
Ermittler für das Unwahrscheinliche, Botschafter der Gelassenheit